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Baugeschichte
Die Pyramiden entstanden etwa zwischen
2620 bis 2500 v. Chr. Sie wurden auf einem rund 1000 mal 2000 m großen
Kalksteinplateau errichtet, wobei mit dem Bau der Pyramiden auch
Nebenpyramiden, Tempelanlagen, Gräberfelder und Arbeiterdörfer entstanden.

Entgegen früherer Annahmen ist man
heutzutage der Ansicht, dass keineswegs eine Armee von Sklaven diese
Bauwerke errichtet hat. Vielmehr sollen sie von Bauern aus dem ganzen Land
erbaut worden sein, welche in der unfruchtbaren Jahreszeit des Ackerbaus
(während der Zeit der Überschwemmungen) zu dieser Arbeit herangezogen
wurden.
Wie die Pyramiden erbaut wurden oder wie lange man dafür brauchte (die
Schätzungen für die Cheops-Pyramide liegen bei 30 Jahren und 100.000
Arbeitern), wissen heute nicht einmal die Wissenschaftler so genau. Wie
konnten die Menschen damals so riesige Steine fortbewegen, aufstellen und
übereinander türmen? Ein einzelner Stein der Cheops-Pyramide wiegt zum
Beispiel etwa 2.650 kg. Die Granitsteine, die zum Deckenbau der
Königskammer der Cheops-Pyramide verwendet wurden, wiegen sogar etwa 50 t
(50.000 kg)!
Und wie wurden die Steine bearbeitet? Damals gab es noch keine
Metallwerkzeuge, sondern nur relativ weiches Kupfer.
Es gibt verschiedene Theorien, wie die Ägypter gearbeitet haben könnten.
Man geht davon aus, dass sie alle möglichen Arten von Geräten gebaut
haben, wie z. B. Hebesysteme oder Rampen.

Aber Beweise gibt es dafür keine.
Genauso wenig wie für die Annahme, dass bei den Arbeiten vielleicht sogar
Außerirdische eine Hilfe gewesen sein könnten, wie der Schweizer
Schriftsteller Erich von Däniken vermutet.
Wie auch immer sie gearbeitet haben, unbestritten ist auf jeden Fall, dass
sie großartige Handwerker und Techniker waren, die aus den primitiven
Hilfsmitteln ihrer Zeit das Beste herausgeholt haben.
Große Pyramide (Cheops-Pyramide)
Die größte, älteste und vermutlich
bekannteste Pyramide ist die des Pharao Cheops. Er regierte etwa um 2620 -
2580 v. Chr.

Die Cheops-Pyramide war ursprünglich
146,6 m hoch (heute: 138,75 m), die Seitenlänge betrug 230,33 m (heute:
ca. 225 m). Sie wurde aus rund 3 Millionen Steinblöcken errichtet, deren
durchschnittliches Gewicht jeweils bei ca. 2,5 t liegt und war komplett
mit Kalksteinplatten verkleidet. Im Inneren befindet sich die Große
Galerie, 8,5 m hoch und 47 m lang. Die Cheops-Pyramide ist die höchste
Pyramide der Welt.
Über ihren Zweck gibt es unterschiedliche Theorien aus verschiedenen
Wissenschaftszweigen. Der Ägyptologie zufolge war die Große Pyramide
wahrscheinlich das Grabmal des ägyptischen Pharao Chufu, weitaus bekannter
unter seinem griechischen Namen Cheops. Diese Pyramide bildet zusammen mit
ihren Schwestern, der Chephren-Pyramide und der Mykerinos-Pyramide,
zugleich das älteste und letzte noch existierende
Weltwunder der Antike. Sie ist genau
nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet, und der Unterschied in den
Längen ihrer vier Seiten beträgt weniger als ein Promille (= ein
Tausendstel). |
Oft wird sie mit der Chephren-Pyramide,
der zweitgrößten ägyptischen Pyramide, verwechselt. Die Chephren-Pyramide
ist die mittlere der drei Pyramiden von Gizeh und wirkt größer als die des
Cheops, da sie auf einem höheren Felsen errichtet wurde und deshalb ca. 10
m höher steht, aber knapp 3 m niedriger in ihrer Ursprungsgröße ist.Die
Cheops-Pyramide unterscheidet sich in ihrem inneren Aufbau deutlich von
den anderen Pyramiden Ägyptens und den beiden weiteren Pyramiden von
Gizeh, da sie nicht nur eine, sondern als einzige der ägyptischen
Pyramiden insgesamt drei Grabkammern besitzt – und darüber hinaus die so
genannte „große Galerie” besitzt. Die größere Zahl von Kammern und Gängen,
die überaus präzise Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen sowie die
hervorragende Verarbeitung begründen also ihre Einzigartigkeit.

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Es gibt insgesamt drei Kammern in der
Pyramide des Cheops:
-
die so genannte „Felsenkammer”
unterhalb der Pyramide im natürlichen Felsengestein (nach Meinung der
Forscher wollten die Erbauer mit dieser unfertigen Kammer die Unterwelt
darstellen)
-
die so genannte „Königinnen-Kammer”
(deren Name daher rührt, dass man in der Anfangszeit
Archäologie/Ägyptologie hier das Grab der Gemahlin des Pharaos
vermutete)
-
die so genannte „Königskammer”: In ihr
kann man noch heute die Überreste eines steinernen Sarkophags
besichtigen.
Mittlere Pyramide (Chephren-Pyramide)
Die mittlere der drei Pyramiden ist die
des Pharao Chephren. Er regierte etwa 2558 bis 2532 v. Chr.

Die Chephren-Pyramide war ursprünglich
143,5 m hoch (heute: 136,4 m), die Seitenlänge betrug 215,25 m. Wie auch
die Cheops-Pyramide war sie komplett mit Kalksteinplatten verkleidet.
Die Chephren-Pyramide ist nicht nur die zweithöchste der Pyramiden von
Gizeh, sondern auch die zweithöchste aller ägyptischen Pyramiden. Pharao
Chephren, der hier bestattet wurde, war der Sohn von Pharao Cheops.
Die meisten Ägyptologen halten Chephren für den Erbauer der Sphinx, zumal
diese auf seine Pyramide ausgerichtet scheint.
Kleine Pyramide (Mykerios-Pyramide)
Die kleinste der drei Pyramiden ist die
des Pharao Mykerinos. Er regierte etwa 2532 bis 2503 v. Chr.

Die Mykerinos-Pyramide war ursprünglich
65 m hoch, womit sie nicht mal halb so hoch wie die beiden anderen
Pyramiden ist. Die Seitenlänge betrug 102,2 m x 104,6 m. Der obere Teil
der Pyramide war, ebenso wie die Cheops-Pyramide und die Chephren-Pyramide,
mit Kalksteinplatten verkleidet. Die unteren 16 Lagen bestehen jedoch aus
Rosengraniteinfassungen. Dass nicht die ganze Pyramide mit
Kalksteinplatten fertig verkleidet war, lässt darauf schließen, dass
Mykerinos vor Fertigstellung seines Grabmals verstarb. Dennoch ließ er
seine Pyramide prächtig gestalten.
Mykerinos war ebenfalls der Sohn von Pharao Chephren. Mykerinos folgte
seinem Vater auf den Thron. |