Honigbienen
 

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Ihr Stich ist schmerzhaft, doch sie zählt zu den fleißigsten Insekten. Früher gab es sie nur in Asien, heute ist sie fast auf der ganzen Welt ein vertrauter Anblick: die Honigbiene.
 

Lebenszyklus

Das Leben einer Honigbiene beginnt, wenn die Bienenkönigin in jede Zelle einer Wabe ein einziges Ei legt. Aus befruchteten Eiern entwickelt sich eine Arbeiterin (eine weibliche Biene) und aus unbefruchteten Eiern entwickeln sich Drohnen (männliche Bienen).

Drei Tage später schlüpft die Larve aus.

Sie wird drei Tage lang mit Gelée Royal gefüttert. Das ist eine Substanz, die die Arbeiterinnen produzieren. Wird eine Larve ständig damit gefüttert, wächst aus ihr eine Königin heran.
Vom vierten Tag an erhalten die Larven Honig und Pollen.
Etwa acht Tage dauert es, bis die Larve ausgewachsen ist. Während dieser Zeit häutet sie sich mehrfach, bis sie einen Seidenkokon spinnt und sich darin verpuppt.

Arbeiterinnen sind für alle anfallenden Arbeiten in der Kolonie zuständig.

Während der ersten drei Tage ihres Lebens halten sie das Nest sauber. Danach füttern sie bis zum zehnten Tag die Larven.
Nach dem zehnten Tag beginnen sie mit dem Bau von Zellen. Den 16. bis 20. Tag verbringen sie damit, den Nektar und Pollen der zurückkehrenden Arbeiterinnen anzunehmen und in den Waben zu speichern. Etwa um den 20. Tag herum halten sie kurze Zeit Wache am Stockeingang, bevor sie schließlich zum ersten Mal ausfliegen, um Pollen und Nektar einzusammeln.


Selbstverteidigung

Wenn eine Honigbiene ihre wirkungsvolle Verteidigungswaffe, den Stachel einsetzt, beendet sie damit ihr Leben. Der Stachel ist mit winzigen Widerhaken besetzt. Sticht die Bienen einen Feind, verhakt sich der Stachel in ihm und kann nicht mehr herausgezogen werden. Am hinteren Ende des Stachels befindet sich eine Giftdrüse, und wenn sich die Biene abmüht, um freizukommen, wird das hintere Ende ihres Hinterleibs abgerissen, woran sie schließlich stirbt.
Die Giftdrüse aber pumpt weiter Gift in den Körper des Feindes.
 

Trotz ihres Stachels hat die Honigbiene viele Feinde und wird von vielen Bienenfressern erbeutet.
Hornissen sind eine weitere Bedrohung.

Sie schweben vor dem Bienenstock und warten auf heimkehrende Arbeiterinnen. Dann stürzen sie sich auf sie, um sie zum Fressen in ihre eigenen Nester zu schleppen.
Wespen greifen Bienen an, die sich an Blumen gütlich tun, und töten sie. Manche Arten bringen sie heim und verfüttern sie an die Jungen.


Ernährung

Wilde Honigbienen bauen ihre Nester in hohle Bäume, unter Klippenüberhänge und in Höhleneingänge. Heute nisten die Honigbienen in künstlichen Stöcken.
Zur Blütezeit im Frühling und Sommer verlassen die Arbeiterinnen den Stock, um Nektar und Pollen zu sammeln und in Honig zu verwandeln. Der Nektar wird durch einen langen Rüssel aufgesaugt und in ihren Mägen gespeichert.

Der Pollen hingegen, der sich an ihrem Körper sammelt, in "Körbchen" an ihren Hinterbeinen transportiert wird.

Die Königin stellt das Zentrum der Aktivitäten im Stock dar. Sie lebt ein bis sieben Jahre und legt in dieser Zeit 1500 Eier pro Tag.
Damit die Bienen ihre Königin erkennen, produziert sie einen besonderen Duft: die Königinsubstanz. Dass die Königin diesen Duft im ganzen Stock verteilt, führt auch dazu, dass die vollständige Geschlechtsentwicklung der Arbeiterinnen verhindert wird. So kann wirklich nur die Königin Eier legen.
Früher oder später, wenn die Königin zu alt oder das Nest zu groß wird, kann die Königin diesen Duftstoff nicht mehr im ganzen Nest verteilen.

Wenn das geschieht, beginnen die Arbeiterinnen damit, besondere Königinnenzellen zu bauen. Meist hat das zur Folge, dass die herrschende Königin das Nest an der Spitze eines Schwarmes verlässt, um irgendwo eine neue Kolonie zu gründen. Ihr Platz im alten Nest wird von der Erstgeborenen der ausschlüpfenden jungen Königinnen eingenommen.

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