Geschichte
Der Ursprung dieser Fahrgeschäfte liegt im 16.
Jahrhundert in Russland. Abfahrten aus Holz wurden mit Wasser übergossen,
das durch die Temperatur gefror, so dass man diese künstlichen "Berge"
herunterfahren konnte. Damit man auch im Sommer fahren konnte, wurden
später Schlitten auf Rädern entwickelt. Diese Idee brachten Napoleons
Soldaten nach Westeuropa, insbesondere nach Frankreich, wo sie unter dem
Namen "Montagnes Russes" ("russische Berge") bekannt wurden.

Die ersten Achterbahnen in der heutigen Vorstellung
bildeten mit einer Holz-Konstruktion eine geschlossene Strecke mit Bergen
und Tälern (daher auch die Bezeichnung "Berg- und Tal-Bahn"), die von
einem allein durch die Schwerkraft angetriebenen Zug befahren wurde. Dazu
wurde der Zug durch einen Kettenlift über den "Lifthill"
auf eine ausreichende Höhe befördert.

Die erste regelrechte Achterbahn (in Form einer 8)
wurde 1898 in Amerika auf Coney Island eröffnet.
Die erste Achterbahn Deutschlands, die aus Holz gefertigte
"Riesen-Auto-Luftbahn", wurde 1908 im Vergnügungspark der "Ausstellung
München" vorgestellt.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs die Zahl der
Achterbahnen, vor allem in den USA rasant, bis die Weltwirtschaftskrise am
Anfang der 1930er Jahre das Ende dieser Entwicklung setzte. Als
kompliziertere Stahlkonstruktionen möglich wurden, begann man auch beim
Bau von Achterbahnen diesen Werkstoff zu nutzen, da dieser neben Auf- und
Abfahrten komplexere Fahrelemente (z.B. Loopings)
erlaubt. Die klassischen Holzachterbahnen konnten dadurch allerdings nicht
verdrängt werden, denn diese erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit.

Heute ist ein Trend zu immer schnelleren,
spektakuläreren und schwindelerregenderen Achterbahnen feststellbar -
dadurch sind Spitznamen wie "Organisiertes Erbrechen" oder "Kotzmühlen"
erklärbar. Dem gegenüber steht ein Trend zu immer ausgefalleneren
Konstruktionen, die auch auf kleinem Raum und ohne Rekorde ein besonderes
Erlebnis bieten.

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Typen
Der heute gebräuchliche englische Name "Roller
Coaster" rührt zum einen von dem Begriff "coaster
car", der dem deutschen "Seifenkisten-Wagen" entspricht und den Rollen,
die der Achterbahnverlauf beinhaltet.
Inzwischen gibt es unzählige verschiedene Achterbahntypen. Neben den
Holzachterbahnen und klassischen
Stahlachterbahnen gibt es auch Achterbahnen, in
denen man unter der Schiene fährt ("Inverted Coaster").

In manchen Achterbahnen liegt oder
steht man auch im Wagen. Des weiteren gibt es mit dem "Water
Coaster" eine Kombinationen aus Achterbahn und Wildwasserbahn.
Beim Verlauf der Strecke gibt es ebenfalls eine große
Vielfalt. Was eine Achterbahn so besonders macht, sind vor allem auch die
eingebauten Fahrelemente (Loopings, ...).
Fahrelemente
Fahrelemente gibt es inzwischen unzählig viele. Bei den
Überschlagselementen gibt es etwa neben dem klassischen Looping

und der Schraube

auch Variationen wie die
Heartline Roll (Bild 1) oder die Cobra Roll (Bild 2),
bei der der Zug gleich zweimal über Kopf fährt.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts versuchte man einen
Looping in die Holzbahnen einzubauen. Nachdem die Gäste zum Teil aber über
bleibende Schäden klagten, gab man diese Versuche wieder auf. Erst in den
1960ern wagte sich der deutsche Konstrukteur Werner Stengel wieder an den
Looping. Er erkannte dabei, dass auf den Fahrgast viel zu hohe Kräfte
einwirken. Er fand jedoch eine Möglichkeit, die Kurve
des Loopings so verlaufen zu lassen, dass das nicht passierte. So
konnte er 1976 den ersten Looping mit der Bahn "Revolution"
(im Vergnügungspark Six Flags Magic Mountain,
USA) realisieren.
Heute stehen die größten und spektakulärsten
Achterbahnen vor allem in den USA und Japan, wie z.B. "Kingda Ka", "Top
Thrill Dragster", "Dodonpa" oder "Vertical Velocity".
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