Dachse
 

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Den Dachs kennst du sicherlich. Doch was weißt du über ihn? Vielen ist seine Lebensweise ein Geheimnis, weil er den größten Teil den Tages unter der Erde verbringt.
 

Steckbrief:

Name: Dachs
Wohnort: unter der Erde in der „Dachsburg“
Länge: 75 – 98 cm
Höhe: 30 cm Schulterhöhe
Gewicht: Männchen 10 – 18 kg, Weibchen 7               – 14 kg
Lebenserwartung: 15 Jahre
Speiszettel: Allesfresser
Besondere Vorlieben: Regenwürmer
Besondere Fähigkeiten: guter Geruchssinn
Besondere Schwächen: sieht schlecht
Feinde: nur der Mensch


Lebensweise 

Dachse sind gesellige Tiere. Sie leben in Familiengruppen zusammen. Wie groß sie sind, hängt davon ab, wie viel Nahrungsangebot es gibt.

Jede Gemeinschaft bewohnt einen unteriridischen Bau, der „Dachsburg“ genannt wird.
Die Gruppe wird von einem Männchen angeführt, das alle fremden Dachse aus dem Bau vertreibt.
Auf der Suche nach Nahrung legen die Dachse manchmal weite Strecken zurück und benützen die gleichen Wege. Wenn es genug Nahrung gibt, ist das Revier allerdings kaum größer als 2 km rund um den Bau.


Nahrung und Jagd

Der Dachs frisst alles, von kleinen Säugetieren wie Kaninchen, Maulwürfen und Ratten – besonders deren Junge – bis zu Insekten, Nacktschnecken und Fröschen. Wurzeln, Pflanzen und Früchte machen ihn zu einem Allesfresser. Er hat vorne große, spitze Zähne, mit denen er alles zerbeißen kann.

Der Regenwurm zählt zu seiner Lieblingsnahrung. Auf der Suche nach Regenwürmern ist der Dachs in milden Herbstnächten oft bis zu 10 Stunden lang unterwegs.
Der Dachs verlässt seinen Bau meist in der Abenddämmerung, um auf Jagd zu gehen. Er sieht nicht gut, daher verlässt er sich auf seinen Geruchssinn und sein feines Gehör.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Dachse ist recht lang, sie findet von Februar bis Oktober statt.
Meist werden die Jungen im darauf folgenden Februar geboren.
Es kommen ein bis vier Dachsjunge unter der Erde in einer besonderen Wurfkammer im Bau zur Welt. Dort bleiben sie acht Wochen und werden von ihrer Mutter gesäugt. Danach beginnen sie, mit den Weibchen vor dem Bau auf Nahrungssuche zu gehen.

Sie werden jedoch bis zum Alter von vier Monaten weiter gesäugt.


Dachs und Mensch

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das dem Dachs bedrohlich werden kann. Aus seinem Fell können Rasier- und Malerpinsel hergestellt werden, daher hat man ihn verfolgt und Fallen gestellt.

In vielen Gegenden Englands werden Dachsbaueingänge bei der Fuchsjagd zugeschüttet, um den Füchsen mögliche Fluchtwege abzuschneiden. Die Dachse legen sie zwar wieder frei, doch Tierschützer sagen, dass die Belüftung des Baus und die Fresszeiten der Dachse beeinträchtig werden.
Die größte Bedrohung für den Dachs geht vom Straßenverkehr aus. Auf der Straße kommen mehr Dachse zu Tode als auf jede andere Weise.

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