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1) Die Pyramiden von Gizeh
Ort: Gizeh, Ägypten
Die Pyramiden von Gizeh
wurden 2590 bis 2470 vor Christus errichtet. Die gigantischen Bauten sind
das einzige Weltwunder, das bis in die heutige Zeit noch steht. In ihnen
wurden Pharaonen nach ihrem Tod mumifiziert und zur letzten Ruhe gebettet.

Sehr bekannt ist z.B. die
Cheopspyramide. Sie ist eines höchsten Bauwerke des gesamten Altertums.
Die Cheopspyramide war ursprünglich über 146 m hoch. Das ist höher als der
Stephansdom in Wien.
Einst war die Cheopspyramide von einer schneeweißen Schicht aus Kalkstein
überzogen. Diese Schicht gibt es aber heute nicht mehr.
Im Innern einer Pyramide wurde immer nur eine Grabkammer angelegt, die im
Vergleich zur Pyramide selbst sehr bescheiden war. Die Grabkammer war nur
durch einen Zugangsstollen erreichbar. Einzig bei der Cheopspyramide wurde
die Grabkammer auch noch durch enge Lüftungskanäle mit der Außenwelt
verbunden.
Nach der Beisetzung der Mumie in der Grabkammer wurde der Zugangsschacht
verrammelt und zugemauert, sodass niemand mehr den Einstieg erkennen
konnte.
Wie die Pyramiden genau gebaut wurden ist unbekannt.
2) Die
Zeusstatue des Phidias
Ort: Olympia, Griechenland
Dieses Weltwunder gibt es
heute nicht mehr, da es durch einen Brand zerstört wurde. Die Zeusstatue
war ein ca. 4m großes Kultbild vom griechischen Göttervater Zeus, das im
so genannten Heratempel (die Göttin Hera war Zeus’ Frau) seinen Platz
hatte.
Man hatte den Wunsch, einen eigenen großen Zeustempel als
Nationalheiligtum zu errichten. Etwa 457 vor Christus wurde ein Tempel
fertig gestellt, der etwa 24 m hoch war.

Das Kultbild des Zeus, das
von einem Künstler namens Phidias geschaffen wurde und später in dem
Tempel seinen Platz fand, entstand erst viel später. Zeus auf seinem Thron
war etwa siebenmal so groß wie ein Mensch.

Das Bild bestand aus Holz,
das mit Elfenbein (Gesicht, Hals, Arme, Hände und Füße) und Gold (Kleidung
und Haare) verkleidet war. Am Goldschemel unter den Füßen war die
Künstlerinschrift angebracht: "Phidias, Charmides Sohn aus Athen, der hat
mich geschaffen."
3) Der
Artemis-Tempel
Ort: Ephesus, Türkei
Auch dieses Weltwunder wurde
bereits zerstört.
Bereits 1398 vor Christus wurde an der Stelle, wo später der
Artemis-Tempel stand, eine Behausung mit vier Säulen für ein weibliches
Götterbild geschaffen, das angeblich vom Himmel gefallen war. Seit etwa
560/550 vor Christus wurde das Haus, nachdem es mehrmals umgebaut und
vergrößert worden war, zum Riesentempel. Insgesamt wurde 120 Jahre an ihm
gearbeitet.

Im Jahr 356 v. Chr. wurde er
jedoch völlig niedergebrannt. Immerhin konnte das altheilige Bild der
Göttin Artemis gerettet werden. Das gab den Ephesiern offensichtlich den
Auftrieb, dem himmlischen Götterbild nun erst recht ein neues Tempelhaus
zu errichten. Der neue Tempel wurde viel prächtiger als sein Vorgänger und
später unter die Sieben Weltwunder eingereiht. |
4) Das Grabmal von Mausolos
Ort: Halikarnassos, Türkei
In Halikarnassos ließ sich
König Mausolos eine neue Residenz mit Palast und Tempelanlagen schaffen.
Es wurde ein großer Platz errichtet, den Mausolos wohl von Anfang an dazu
bestimmt hatte, sein königliches Monumental-Grabdenkmal aufzunehmen.

Im Jahr 377 v. Chr. siedelte
Mausolos nach Harlikarnassos über. Nach 24jähriger Regentschaft verstarb
er kinderlos im Jahr 353 v. Chr. Sein noch nicht vollendetes Grabmahl
führte zunächst seine Schwester Artemisia, mit der er zugleich verheiratet
war (!), weiter. Zwei Jahre später geriet der Weiterbau ins Stocken, als
auch Artemisia verstarb. Erst als sich 334 v. Chr. der makedonische König
Alexander der Große der Sache annahm, kam das Wunderwerk doch noch zur
Vollendung.
Im 13. Jahrhundert schließlich wurde das Grabmal durch ein Erdbeben zu
Boden geworfen und völlig zerstört.
5) Die
Hängenden Gärten der Semiramis
Ort: Babylon (Irak)
Auch die Hängenden Gärten
gibt es nicht mehr. Sie sind sehr geheimnisumwoben, denn von ihnen weiß
man weder, wann sie erbaut wurden, noch durch wen oder wo sie genau waren.
Es war ein stufenförmig angelegter etwa 25 bis 30 m hoher Garten.

6) Der Koloss
von Rhodos
Ort: Rhodos, Griechenland
Die Bewohner von Rhodos
dankten ihrem Schutzheiligen Helios mit dem Koloss dafür, dass ihre Stadt
trotz längerer Belagerung nicht eingenommen wurde.
Der Koloss von Rhodos wurde etwa im Jahr 290 v. Chr. nach 12 Jahren
Bauzeit fertig gestellt. Das aus Bronze (ein Metall) gegossene Götterbild
erhob sich auf einem weißen angeblich dreieckigen Marmorsockel.

Wahrscheinlich stand er in
der Mitte der Stadt und nicht wie auf vielen Bildern in der Hafeneinfahrt.
Schon 66 Jahre nach seiner Fertigstellung (etwa 224 v. Chr.) ist die
Statue durch ein Erdbeben umgestürzt und an den Knien abgebrochen. Rund
900 Jahre ist der Koloss dann liegen geblieben. Erzählungen zufolge
konnten nur wenige seinen Daumen umfassen. Die Finger allein waren so groß
wie andere Statuen.
Später wurden die Reste eingeschmolzen.
7) Der
Leuchtturm von Pharos
Ort: Alexandria, Ägypten
Der Leuchtturm von Pharos
wurde im Jahr 279 v. Chr. fertig gestellt. Nach seiner Einweihung wurde er
in die Auflistung der Weltwunder aufgenommen.

Die vor Alexandria liegende
Insel Pharos wurde damals durch einen Damm mit dem Festland verbunden.
Auf der Insel wurde der gigantische Leuchtturm errichtet. Er war ca. 113 m
hoch.
Der Leuchtturm von Pharos wurde 1375 durch ein Erdbeben zerstört.
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