Anemonenfische
 

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Hast du ihn gesehen, den Film "Findet Nemo"? Und hast du ihn nicht auch besonders süß gefunden, den kleinen Clownfisch?
Nemo gehört zu einer von vielen Arten von Anemonenfischen. Mehr darüber kannst du diesmal beim Thema des Monats erfahren!
 

Was sind Anemonenfische?

Die Anemonenfische gehören zu einer Gruppe kleiner, hell gefärbter Fische, die man auch Riffbarsche nennt. In vielen Meeren befinden sich nahe der Küste unter Wasser große Korallenriffe. Dort leben verschiedenste Pflanzen und Tiere, so auch prächtige Seeanemonen. Diese sehen aus wie Pflanzen, gehören jedoch zu den Nesseltieren, die in ihren langen Fangarmen zum Teil starke Gifte enthalten, die richtige Verbrennungen hervorrufen und für viele Tiere sogar tödlich sind.

Anemonenfische leben mitten in diesen Anemonen, meistens ein Männchen zusammen mit einem Weibchen.

Früher wurde angenommen, dass sie gegen die Nesseln der Anemonen von Natur aus immun sind, das heißt, dass ihnen das Gift nicht schaden kann. Mittlerweile aber haben Forschungen ergeben, dass diese Immunität erst auf eine besondere Art entwickelt werden muss. Wenn ein Anemonenfisch sich zum ersten Mal einer Anemone nähert, scheint er die Fangarme, die sich ihm entgegenstrecken nur ganz leicht zu berühren. Blitzschnell schwimmt er dann zurück und wiederholt das Ganze. Während er das tut, überzieht sich sein Körper mit einem schmierigen Schleim, wodurch er unempfindlich gegen die Anemonen-Nesseln wird.

Wenn sich ein Anemonenfisch auf diese Weise an eine bestimmte Anemonenart gewöhnt hat, verbrennt er sich beim Herumschwimmen zwischen den Fangarmen einer Anemone der gleichen Art nicht mehr. Riskiert er es allerdings, in eine Anemone einer anderen Art hinein zu schwimmen, spielt er mit dem Tod.


Nahrung und Ernährungsweise

Die Anemonenfische unternehmen von den Fangarmen aus laufend Ausflüge ins umliegende Riff. Sie dürfen sich aber nicht zu weit von ihrer "Beschützerin" entfernen, weil ihre strahlenden Farben rasch von größeren Fischen entdeckt werden, die sie sich zur Beute machen. In einem solchen Fall schnellen die Anemonenfische, verfolgt von dem größeren Fisch, blitzschnell zu ihrer Anemone zurück. Der Verfolger, von der Aussicht auf eine leckere Mahlzeit verlockt, schwimmt dem Anemonenfisch in die Anemone hinterher und wird augenblicklich von den Nesseln der Fangarme betäubt.

Danach verzehrt die Anemone den Fisch, und der Anemonenfisch tut sich an den zerkleinerten Überresten gütlich.

Abgesehen von dieser Nahrungsversorgung fressen Anemonenfische auch kleine Krebstiere und die Algenarten, die im Riff leben bzw. dort wachsen. Sie säubern ihre "Wirtin" von Unrat und knabbern abgestorbene Fangarme ab.


Fortpflanzung

Anemonenfische legen wie alle Fische Eier, das nennt man "Laichen". Sie tun das entweder auf nackten Korallen oder auf Felsen am Grund, die nahe bei ihrer Wirtsanemonen liegen. Manchmal laichen sie auch am Fuß der Anemonenfangarme, die den Eiern Schutz bieten.
Die klebrigen Eier werden in Klumpen abgelegt und normalerweise vom Männchen bewacht. Bei manchen Arten bewacht der Vater die Jungen, bis sie alt genug sind, um davon zu schwimmen und sich ihre eigene Anemone zu suchen. In anderen Fällen treiben die winzigen Jungfische an die Küste und bleiben bis zu ihrer Geschlechtsreife gemeinsam im seichten Wasser.

Bis die Jungfische aus den Eiern ausschlüpfen, dauert es nur vier bis fünf Tage.
Anemonenfische können drei bis fünf Jahre alt werden.


Anemonenfische und Mensch

Weil sie viel zu klein sind, um den Menschen als Nahrungsmittel zu interessieren, lebten Anemonenfische Jahrtausende lang in Frieden zwischen den Korallenriffen. In jüngerer Zeit allerdings wurden sie als Salzwasser-Aquarienfische ausgesprochen beliebt. In Europa und Amerika werden hohe Summen für sie bezahlt, vor allem für die besonders bunt gefärbten Arten.
Einer der häufigsten Anemonenfische ist der Clown-Anemonenfisch, den du aus Nemo kennst. Unter den Anemonenfischen ist er der kleinste und wird höchstens 6 cm lang.

Die Menschen haben schon viele Riffs nach den am meisten gefragten Arten abgegrast und dabei häufig auch die Wirtsanemonen zerstört.
Zum Glück haben inzwischen viele Regierungen den Fang und Verkauf solcher Fische verboten.

 

         

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