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Die Antarktis
In der Antarktis befindet
sich der größte Teil des "Ewigen Eises" der Erde. Immer kommen neue
Eisschichten hinzu. Die untersten Schichten sind also schon uralt.

Durch moderne
Bohrtechniken können die Wissenschaftler Dinge über die Erde erfahren, die
über 500 000 Jahre zurück liegen. Zum Beispiel hat man
herausgefunden, dass es auf der Erde noch vor etwa 18 000 Jahren viel
windiger und staubiger gewesen sein muss. Antarktisches Eis aus dieser
Zeit enthält nämlich wesentlich mehr Staub als frischere Eisschichten. Zum
Teil stammt dieser Staub von anderen Kontinenten. Er muss also mit dem
Wind eine sehr lange Reise zurückgelegt haben, ehe er in der Antarktis im
Schnee verschwand.
Doch ist das Eis der Antarktis wirklich "ewig"? Verschiedene Veränderungen
auf der Erde haben dazu geführt, das das Eis schön langsam begonnen hat zu
schmelzen, was auf die Erde schlimme Auswirkungen haben könnte. Der
Verursacher dieser Veränderungen ist in erster Linie der Mensch!
1) Das Ozonloch
Unser Planet ist - in
großer Entfernung zur Erdoberfläche - von einer Schicht umgeben, die sie
wie ein Mantel vor der starken Sonneneinstrahlung schützt. Diese Schicht
nennt man die Ozonschicht, weil sie aus Ozon besteht. Das ist eine
Form von Sauerstoff.
Ein großer Teil des Sonnenlichts ist gefährliche ultraviolette
Strahlung. Sie ist dafür verantwortlich, dass sich deine Haut im
Sommer braun verfärbt. Zu viel davon ist jedoch ungesund. Du merkst das,
indem du einen Sonnenbrand bekommst, wenn du zu lange in der Sonne
bleibst.

Gäbe es die Ozonschicht
nicht, würde die UV-Strahlung (Abkürzung für ultraviolette Strahlung)
ungehindert auf die Erde treffen und alles Leben auf unserem Planeten
schädigen.
1981 stellte ein britischer Wissenschaftler fest, dass die Ozonschicht
über der Antarktis dünner geworden ist. Er bezeichnete diese Stelle als
Ozonloch. In den über 20 Jahren, die seither vergangen sind, hat sich
dieses Loch ständig vergrößert.
Doch warum entstand dieses Ozonloch?
Man vermutet, dass ein Teil der Ursache die extreme Kälte der Antarktis
sein könnte. Der Hauptgrund jedoch ist die immer stärker werdende
Umweltverschmutzung. Giftige Gase gelangen in die Erdatmosphäre, wo sie
die Ozonschicht schädigen.
Dass dadurch viel mehr UV-Strahlung auf die Erde gelangt, kann schlimme
Auswirkungen haben, in erster Linie natürlich auf die Antarktis. Die
Eisschicht dort hat bereits begonnen zu schmelzen - ein Vorgang,
der sehr langsam, aber doch merklich voran schreitet.
2) Bedrohte Tierwelt der Antarktis
Die Tierwelt der Antarktis
ist einzigartig. So etwas findet man in keinem anderen Teil der Welt. Es
gibt verschiedenste Arten von Vögeln und Säugetieren, die entweder
im Wasser oder an den Küsten leben. Alle Tiere sind ein Teil der
Nahrungskette - hier gilt: fressen und gefressen werden! |
Im Mittelpunkt der
arktischen Nahrungskette steht der Kleinkrebs, genannt Krill.
Dieses Tier ist etwa sechs Zentimeter lang und kann bis zu sieben Jahre
lang leben. Krill ist die Hauptnahrung für einige Walarten, viele Robben,
Fische und Vögel (z.B. die Pinguine).

In den frühen siebziger
Jahren wurde mit dem groß angelegten Krillfang in der Antarktis begonnen.
Der Krill wurde vor allem für Menschen- und auch Tiernahrung benötigt. Bis
zu 400 000 Tonnen Krill wurden jährlich gefangen. Heute haben sich die
Krill-Bestände stark verringert. Der kleine Krebs ist vom Aussterben
bedroht. Über seine Lebensweise ist selbst Forschern zu wenig bekannt, als
dass sie sein Überleben sichern könnten.
Ein noch stärkerer Rückgang der Bestände würde bedeuten, dass vielen
Tierarten ihre Hauptnahrung weggenommen wird, was natürlich für diese
Tiere ernste Folgen hätte.
Den Fischen erging es ähnlich. Zu viele wurden bereits gefangen -
man spricht von "Überfischung". Drei Fischarten der Antarktis sind bereits
vom Aussterben bedroht. Die Warnungen von Naturschützern wurden bisher
jedoch leider größtenteils ignoriert.
4) Globale Erwärmung
Wie du an den bisherigen
Beispielen sehen kannst, geht der Mensch mit seiner Umwelt nicht gerade
sehr vorsichtig um. Einige "Verbrechen", die wir an unserer Umwelt
begehen, führen auch dazu, dass sich die Erdatmosphäre immer mehr erwärmt.
Diese Erwärmung wird als Treibhauseffekt bezeichnet und kann
möglicherweise das Schmelzen der antarktischen Eisschicht beschleunigen.

Schätzungen zufolge wird
die durchschnittliche Temperatur auf der Erde in den nächsten 20 Jahren um
zwei bis fünf Grad Celsius ansteigen, wodurch die Eiskappen langsam
abschmelzen. Geschmolzenes Eis bedeutet mehr Wasser. Der Meeresspiegel
wird dadurch also um fünf bis 20 Meter ansteigen. Dies würde zur
Überschwemmung von Küstenstädten auf der ganzen Welt führen. Flache Länder
wie Bangladesh oder die Niederlande würden einfach untergehen.
Rettung in Sicht?
Leider gibt es noch nicht
viel, das zur Rettung der Antarktis getan wurde. 1982 wurde zwar ein
Abkommen geschlossen, das die Tötung und Verwundung aller
einheimischen Vögel und Säugetiere - ausgenommen Wale - ohne Genehmigung
verbietet. Allerdings kann kein Land zur Zusammenarbeit bei diesem
Abkommen gezwungen werden, und einige Nationen verweigerten das einfach.
So konnte man nur machtlos mit ansehen, wie die Fisch- und Krillbestände
immer mehr geschädigt wurden.
Eine andere Idee zur
Rettung der Antarktis entstand schon 1972. Vertreter von über 80 Ländern
forderten ihre Regierungen auf, die Antarktis zu einem
Welt-Naturschutzpark zu erklären. Bisher wurde diese Idee jedoch noch
nicht verwirklicht.
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