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Lebensweise

Der Seehund verbringt mehr
als drei Viertel seines Lebens im Meer. Er lebt in Gruppen an der Ost- und
Westküste von Amerika und Kanada und auch in bestimmten Gebieten Europas.
Weil der Seehund an Land so unbeholfen ist, verbringt er dort auch nur
wenig Zeit.
Oft legt er weite Wege auf der Suche nach Fischen zurück, die seine
Nahrung sind.
Der Körper des Seehundes ist perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Er
ist völlig glatt und besitzt nicht einmal äußere Ohren. Anders als
Seelöwen, die Hals und Brust einsetzen, um sich vorwärts zu bewegen, kommt
der Seehund im Wasser mit Hilfe einer Schwanzflosse voran, die er seitlich
hin und her bewegt. An Land ist er jedoch sehr ungeschickt, da ihm seine
Schwanzflossen hier nichts nutzen.
Vermehrung
Die Paarungszeit der Seehunde fällt in den Hochsommer.
Die Männchen kommen zuerst an den Paarungsorten an und hoffen, eine
Partnerin zu finden.
Die trächtigen Weibchen (die Weibchen, die ein Junges bekommen), müssen
ganz genau bei Ebbe ankommen, da die Jungen vor der nächsten Flut auf die
Welt kommen müssen.
Die Jungen können nach der Geburt sofort ins Meer hinaus schwimmen. Daher
haben sie bei der Geburt nicht das weiche flauschige Wollhaar wie die
meisten anderen Robbenbabys.
Die Jungen bleiben während der ersten Lebenstage im Meer in der Nähe ihrer
Mutter. Danach kehren sie an Land zurück, um sich auszuruhen und zu
trinken. Die Mutter säugt das Junge etwa vier bis sechs Wochen lang und
nimmt kaum Nahrung zu sich.
In dieser Zeit frisst sich das Junge eine dicke Fettschicht an und
entwickelt sich zum perfekten Schwimmer.
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Nahrung
Der Seehund lebt von
verschiedenen Fischen, wie z.B. Seezunge, Kabeljau oder Hering. Auf
Fischfang kann er bis zu 300 m tief tauchen. Wenn er nichts Anderes finden
kann, frisst er auch Krebse und Tintenfische.
Man sagt, dass Seehunde absichtlich Lachsnetze plündern, doch man hat
herausgefunden, dass der Lachs gar nicht zu ihrer Hauptnahrung gehört.
Maul und Nase des Seehundes sind besonders an das Tauchen und den
Fischfang unter Wasser angepasst. Er kann beides fest verschließen, sodass
kein Wasser in Lunge und Magen gelangen kann.
Zähne und Kiefer sind an das Fangen von glitschiger Beute angepasst.
Mit einem Fisch schwimmt die Robbe an die Oberfläche und verschlingt die
Beute dort im Ganzen.

Hättest du's gewusst?
· Der
Krabbenfresser ist die am
häufigsten vorkommende Robbe der Welt. Davon gibt es etwa 14 Millionen
Tiere.
· Der
Seehund ist die einzige Robbenart, die ihre Jungen immer an Land und nicht
auf Eisschollen bekommt.
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Es gibt ca. 350 000 Seehunde auf der Welt.
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