Thema des Monats:

Endlich wird es draußen wieder wärmer. Die Wiesen beginnen farbenprächtig zu blühen und bekommen auch schon zahlreichen Besuch. Alle möglichen Insekten tummeln sich dort. Die schönsten davon sind sicher die bunten Schmetterlinge. Ein besonders prächtiges Exemplar ist der Schwalbenschwanz. Hier kannst du einiges über dieses wunderschöne Tier erfahren!
 

1) Aussehen

Der Schwalbenschwanz ist einer der größten und auffälligsten Schmetterlinge, die es gibt. Das Besondere an ihm ist einerseits die Form seiner hinteren Flügel, deren lange, spitze Enden (ähnlich wie bei einer Schwalbe) ihm seinen Namen gegeben haben. Andererseits hat er auch eine ganz außergewöhnliche Zeichnung.
Die Flügelspannweite eines Schwalbenschwanzes beträgt 75 - 100 mm.

In manchen Gebieten tritt der Schwalbenschwanz mit fast schwarzen Flügeln auf. Dennoch sind die Zeichnungen noch sichtbar.


2)
Lebenszyklus

Der Schwalbenschwanz macht, wie jeder andere Artgenosse auch, große Verwandlungen durch, ehe er dieser große bunte Schmetterling wird.

Zunächst werden die Eier einzeln an einer Futterpflanze abgelegt. Links unter dem Blatt siehst du vergrößert ein solches Ei. Rechts, auch vergrößert dargestellt, ist ein Ei, in dem sich die Raupe schon gebildet hat.
Die frisch geschlüpfte Raupe ist ein leckeres Futter für Vögel. Sie schützt sich, indem sie für einige Zeit die Farbe von Vogelkot annimmt. So ist sie für den Feind uninteressant.

Die Raupe häutet sich nun regelmäßig. Nach der dritten Häutung bekommt sie eine hellgrüne Haut mit hellen orangefarbenen Punkten und schwarzen Streifen.
Bei Gefahr schreckt sie Feinde durch das Aufrichten zweier Furcht erregender "Hörner" ab, die du auf der Zeichnung oben gut erkennen kannst.
Die Raupe heftet sich eines Tages an einen Stängel und verpuppt sich. Das tut sie in der Regel während der Wintermonate. Die Raupe auf dem unteren Bild ist bereits mithilfe eines Seidenfadens festgeheftet.

In der Puppe findet nun die Verwandlung zum ausgewachsenen Schmetterling statt.
Wenn im Frühling die ersten warmen Sonnenstrahlen auf die Puppe treffen, beginnt der Schmetterling zu schlüpfen. Die Puppenhülle platzt am Rücken auf, und der Schmetterling kriecht mühevoll heraus. Zuerst sind die Flügel noch verknittert und verdreht,  aber innerhalb von Minuten werden sie ausgebreitet, und der Schmetterling flattert davon.

3) Ernährung

Wie fast alle anderen Schmetterlinge auch, nimmt der Schwalbenschwanz die meiste Nahrung in einem frühen Lebensstadium, nämlich als Raupe, zu sich. Die Raupe frisst ausschließlich die Blätter von bestimmten Pflanzen wie Karotten oder Fenchel. Sie besitzt kräftige Mundwerkzeuge, die sich gut zum Zerkleinern von faserigen Pflanzenblättern eignen.
Die Raupe frisst praktisch ohne Pause und nimmt erstaunlich schnell an Gewicht zu.
Sobald sich die Raupe zum Schmetterling entwickelt hat, ist die Wachstumsphase beendet, der Schmetterling benötigt Nahrung nur noch, um genug Energie zum Fliegen und zur Fortpflanzung zu haben. Dafür saugt er mit einem langen Rüssel, den er einrollen kann, den zuckerhaltigen  Nektar aus Blumen, von deren Duft oder Farbe er angelockt wird.

 

3) Fortpflanzung und Entwicklung

Das einzige Lebensziel des erwachsenen Schmetterlings besteht darin, einen Partner zur Fortpflanzung zu finden und wieder neue Eier zu legen. Die Paarungszeit im Frühling und Sommer wird so gut wie möglich genutzt, um das Fortbestehen der Art zu garantieren.

Die Dauer der Entwicklung eines Schwalben-schwanzes vom Ei bis zum ausgewachsenen Schmetterling kann ganz unterschiedlich sein.
Nach Ablage der Eier dauert es acht bis zehn Tage, bis die jungen Raupen ausschlüpfen. Sie fangen sofort an zu fressen und hören damit in den nächsten sechs bis sieben Wochen nicht auf.
Die Entwicklung von der Puppe zum Schmetterling kann zwischen 2 und 24 Wochen dauern.

Der Schwalbenschwanz lebt bis zu einem halben Jahr als Raupe oder Puppe, aber nur einen knappen Monat als Schmetterling.

 

Hättest du's gewusst?

·         Eine afrikanische Art des Schwalbenschwanzes lebt besonders gefährlich, weil sie so viele Feinde hat. Diese Art "tarnt" ihre Weibchen. Sie sehen so aus wie Schmetterlinge ganz anderer Arten, die für Feinde nicht genießbar sind. Deshalb werden sie eher in Ruhe gelassen.
Sie Männchen hingegen haben die typische Form und Färbung eines Schwalbenschwanzes.

 

·         In Alaska gibt es eine Schwalbenschwanz-Rasse, die den langen, kalten Winter als Puppe verbringt und dann schlüpft, um während des kurzen nordischen Sommers ein einziges Mal Eier abzulegen.
 


 

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 Inhalte von Eva Hensely
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