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1) Lebensweise
Die Schnee-Eule ist eine der
größten und stärksten Eulen. Sie lebt in der Arktis, von Island und
Skandinavien bis nach Ostsibirien, Alaska, Kanada und Grönland. Sie ist
der größte Vogel der Arktis.
Am liebsten hält sie sich in felsigem Gelände auf. Dort kann sie nach
Beutetieren, Feinden und geeigneten Nistplätzen Ausschau halten.
Männchen und Weibchen sehen nicht ganz gleich aus:
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Das Gefieder der Männchen ist fast ganz weiß und kaum gefleckt. Das
Weibchen ist kräftiger gemustert. |
Das Weibchen hat auf der
Oberseite der Brust und am Bauch dunkle Flecken und Linien. Es ist
außerdem größer und schwerer als das Männchen und hat auch längere
Krallen.

links:
Weibchen, rechts: Männchen
Die Schnee-Eule ist ein
Zugvogel. Wenn es zu viele Schnee-Eulen an einem Ort gibt oder wenn zu
wenige Beutetiere da sind, fliegt sie nach Süden.
2) Fortpflanzung
Wenn ein Schnee-Eulen-Männchen
ein Weibchen sucht, macht es lange, bellende Geräusche. In der dünnen Luft
der Arktis kann man diesen Laut oft noch in zehn Kilometern Entfernung
hören.
Manchmal jagt das Männchen andere Männchen, und es kommt zu kleinen
Kämpfen in der Luft.
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Weil es dort, wo die Schnee-Eule lebt, keine Bäume mehr gibt, baut
sie ihr Nest in eine Mulde am Boden. |
Die Schnee-Eule legt ihre Eier
nicht alle gleichzeitig, sondern in Abständen. Wenn es später, wenn die
Jungen geschlüpft sind, zu wenig Nahrung gibt, können wenigstens die
älteren, kräftigeren Jungen überleben. Sie drängeln sich bei der Fütterung
vor und töten und fressen sogar ihre jüngeren, schwächeren Geschwister.
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Wie viele Eier eine Schnee-Eule legt, hängt davon ab, wie viel
Nahrung vorhanden ist. |
Ist viel Nahrung vorhanden,
legt das Weibchen 10 bis 12 Eier, bei wenig Nahrung sind es drei oder
vier.

Nach 43 bis 50 Tagen lernen
die jungen Schnee-Eulen fliegen, und nach 60 Tagen sind sie schon
selbständig.

Die
jungen Schnee-Eulen
sind noch nicht weiß! |
3)
Nahrung
In der Arktis ernährt sich die
Schnee-Eule hauptsächlich von Lemmingen. Das sind kleine Nagetiere.
Manchmal macht sie Jagd auf Schneehasen und Vögel (Schneehühner, Möwen).

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Anders als die meisten Eulen jagt die Schnee-Eule selten in der
Nacht. |
Sie sucht tagsüber nach ihren
Beutetieren. Am liebsten jagt sie in der Morgen- und Abenddämmerung.
Sie beobachtet das Gelände von einem höher gelegenen Platz aus. Dann
startet sie und gleitet über dem Boden, um ganz plötzlich auf ihre Beute
hinab zu stoßen. Sie tötet sie mit ihren starken Fängen, die scharfe
Krallen besitzen.

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Im arktischen Sommer ist es fast immer Tag. Dafür herrscht im langen
Winter fast ständig Finsternis. |
Durch ihr Gefieder ist die
Schnee-Eule gut gegen die Eiseskälte des arktischen Winters geschützt.
Während der Wintermonate gibt es nur wenig zu fressen. Die Schnee-Eule
kann aber bis zu 40 Tage ohne Nahrung auskommen. Dann verbraucht sie ihre
bis zu zwei Zentimeter dicke Fettschicht und bewegt sich so wenig wie
möglich, um Energie zu sparen.
Hättest du's gewusst?
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Wenn keine andere
Nahrung zur Verfügung steht, essen Eskimos das Fleisch der Schnee-Eulen.
Das taten sie schon in der Steinzeit, was Knochenfunde beweisen.
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Nähern sich Feinde
wie Wolf oder Eisfuchs dem Nest, greifen die Eulen den Eindringlich häufig
mutig an und verpassen ihm Hiebe mit den Krallen. Weil verletzte Tiere
eine leichtere Beute sind, täuscht manchmal Mutter oder Vater eine
Verletzung vor, um den Angreifer von den Eiern oder den Jungen
wegzulocken.
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Die Schnee-Eule
wird recht häufig in Gefangenschaft gehalten, da sie ziemlich anspruchslos
ist. Aber: Schnee-Eulen sind wilde Tiere, keine Haustiere! In
Gefangenschaft sind sie nicht glücklich!

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