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Thema des Monats:
Dinosaurier (Teil 2)
Im letzen Monat hast du einiges über verschiedene
Dinosaurierarten erfahren. Diesmal werden wir uns ein bisschen
allgemeineren Themen zuwenden:
1. Wie kamen
Dinosaurier auf die Welt?
Dinosaurier waren keine Säugetiere, sondern
Reptilien.
Säugetiere tragen ihre Jungen im Mutterleib aus und bringen sie lebend zur
Welt. Reptilien hingegen legen Eier.
Wie du dir sicher vorstellen kannst, waren die Eier der Dinosaurier viel
größer als Vogeleier. Die größten Dinosaurier-Eier waren 30cm lang! Nimm
dir ein Lineal und
sieh nach, wie lang das ist, dann kannst du dir die Größe ungefähr
vorstellen.

Es gab aber nicht viele Dinosaurier, die so große Eier legten. Die meisten
waren kleiner.
Die Eier wurden meist in ein Bodenloch gelegt und mit Erde bedeckt. So
blieben sie warm, bis die Babys die Schalen knackten.
Manchmal legten auch mehrere Weibchen ihre Eier in dasselbe Nest.
Wenn die Jungen geschlüpft waren, wurden sie umsorgt und gepflegt, bis sie
alt genug waren, ohne Hilfe zu überleben.
2.
Unterschiedliche Schädelformen
Die verschiedenen Dinosaurierarten hatten ganz
unterschiedlich geformte Schädel, die manchmal sehr seltsam aussahen. Die
Schädelform war der jeweiligen Lebensweise der einzelnen Saurier
angepasst.
Manche Dinos wie der Pachycephalosaurus hatten zum Beispiel eine
gewölbte Schädeldecke. Der Knochen war da sehr dick, dicker als ein Buch.
Das war notwendig für den Kampf.

Der Dinosaurier verteilte damit sehr
harte Kopfstöße, ohne sich selbst zu verletzen.
Andere Saurier hatten im Gesicht, am Kopf oder am Kragen lange Stacheln
aus Knochen oder Hörner.
 
Sie dienten einerseits zur Verteidigung gegen
Feinde, andererseits ließen sie den Dinosaurier größer und
furchteinflößender erscheinen. Ein Beispiel dafür war der Triceratops,
über den du letzten Monat einiges erfahren hast.
Wieder andere Dinosaurier wie der Psittacosaurus hatten zusätzlich
zu ihren Zähnen richtige Schnäbel aus Horn. Sie waren dazu da, Blätter
abzurupfen.

Einen sehr lustigen Schädel hatte der Parasaurolophus. Er sah aus,
als hätte er einen Schnorchel.

Dieser war im Inneren hohl. Dadurch konnte dieser
Saurier laut tuten und sich somit mit seinen Artgenossen verständigen.
Atmen konnte er aber damit nicht.
3. Krallen und
Zähne der Dinosaurier
Viele Dinosaurier hatten riesige, dicke und scharfe
Krallen. Im Jahre 1982 fand man eine solche riesige Kralle in einem
Steinbruch. Sie war über 30cm lang und gehörte einem Dinosaurier namens
Baryonyx.

Diese Krallen hatten mehrere Funktionen. Einerseits wurden sie zum
Futterfangen benutzt. Ein Fisch zum Beispiel hatte kaum Chancen, einer
Pranke mit solchen Krallen zu entkommen.
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Andererseits dienten sie natürlich auch der Verteidigung. Sie waren
gefährliche Waffen, die einem Gegner schwere Verletzungen zufügen
konnten.
Viele Dinos benutzten natürlich auch ihre Zähne
als Waffen. Den Biss eines Tyrannosaurus zum Beispiel überlebte so
leicht kein anderes Tier.
Für die Fleischfresser unter den Dinosauriern waren die Zähne natürlich
unverzichtbar. Ohne ihre scharfen Reißzähne hätten sie ihre Beute nicht
fressen können.

Häufig geschah es, dass ein Zahn ausbrach oder ausfiel. Praktischerweise
wuchsen ausgefallene Zähne immer sofort wieder nach.
4. Jagdverhalten
der Dinosaurier
Fleisch fressende Dinosaurier waren die wildesten
Jäger, die es je im Tierreich gab.
Manche Dinos jagten allein, wie zum Beispiel der Tyrannosaurus.

Andere
jagten in Rudeln, wie der Deinonychus. Sie waren dadurch im
Vorteil, da sie selbst eher klein waren. Trotzdem waren sie sehr kräftig
und konnten zusammen auch viel größere Dinosaurier von mehreren Seiten
einkreisen und angreifen.
Zum Jagen standen den Fleischfressern verschiedene Waffen zur Verfügung.
Wie du gerade schon gelesen hast, waren die wichtigsten natürlich die
Zähne und die Krallen. Manche Dinos benutzten auch noch ihren Schwanz. Der
Allosaurus zum Beispiel schwang seinen langen kräftigen Schwanz
herum und konnte dadurch seine Opfer erschlagen oder zumindest verletzen.
5. Verteidigung
gegen Angreifer
Pflanzenfresser waren für Fleischfresser natürlich eine
begehrte Beute. Sie hatten keine so scharfen Zähne, weil das zum Fressen
der Pflanzen nicht nötig war. Dadurch konnten sie sich nicht so gut
wehren. Doch auch sie hatten verschiedene Waffen zur Verteidigung.
Der Iguanodon hatte zum Beispiel eine einzige dicke Kralle
an jedem Vorderfuß.

Wenn er sich verteidigen musste, richtete er sich auf
die Hinterbeine auf und benutzte seine beiden Krallen, um den Angreifer zu
verletzen.
Vom Ankylosaurus hast du schon letzten Monat gehört. Er hatte an
seinem Schwanzende eine dicke Keule, die er herum schwingen konnte.
6. Dinosaurier
erobern die Luft
Etwa in der Hälfte des Erdmittelalters, zu Beginn des
Abschnitts "Jura", entwickelten sich die Flugsaurier, die so
genannten Pterosaurier. Diese Art von Dinosaurier konnte sich aber
nur bis zum Beginn der "Kreidezeit" halten und starb dann wieder aus.

Sie hatten stark verlängerte Vorderarme. Zwischen ihnen und dem Körper
befand sich eine Flughaut, ähnlich wie bei den heutigen
Fledermäusen. Durch diese Haut konnten sie fliegen. Der größte dieser
Flugsaurier hatte eine Flügelspannweite (das ist die Entfernung von einer
Flügelspitze zur anderen bei ausgebreiteten Flügeln) von über 9m. Gut
fliegen konnte er aber damit nicht. Er war einfach zu groß. Ganz allgemein
waren diese Saurier keine besonderen Flugkünstler.
Aus den Pterosauriern entwickelte sich gegen Ende der "Jurazeit"
der erste echte Vogel, der berühmte Archaeopteryx. Dies war
ein bedeutender Fortschritt in der Beherrschung der Luft.
Der Archaeopteryx hatte bereits Flügel und Federn wie unsere
heutigen Vögel. Er hatte jedoch noch immer einen Schwanz aus Wirbeln (wie
Hunde oder Katzen), der mit Federn bewachsen war. Außerdem hatte er Zähne
und am Ende der Flügel je drei Finger mit Krallen.
Na, hat dir dieses Thema Spaß
gemacht? Dann schau nächsten Monat wieder herein! Dann wird es etwas Neues
und Interessantes für kleine Forscher und Entdecker geben!
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