Thema des Monats:
Das Weltall
Im letzten Monat hast du einiges über unser
Sonnensystem erfahren.
Über das Weltall gibt es aber noch sehr viel mehr Interessantes zu
berichten:
1) Kometen
Hast du schon einmal eine Sternschnuppe gesehen?
Wenn du in einer besonders klaren Nacht, in der der es keine Wolken gibt,
den Himmel beobachtest, siehst du vielleicht plötzlich einen ganz hellen
Lichtstreifen am Himmel. Es sieht aus, als würde ein Stern vom Himmel
fallen.

Manche Menschen sagen, es bringt Glück, eine Sternschnuppe zu sehen.
Aber was ist das eigentlich?
Ganz einfach: Sternschnuppen sind Kometen. Sie bestehen aus großen
Felsbrocken, die durchs All zischen und einen Schweif aus kleineren
Felsbrocken und Eis hinter sich her ziehen. Nähert sich ein Komet der
Sonne, fängt das Eis an zu kochen und verwandelt sich in Gas.
Ein solcher Kometenschweif kann bis zu 100 Millionen Kilometer lang
sein!
Natürlich kann es vorkommen, dass ein solcher Komet direkt auf die Erde
zusteuert.
Normalerweise passiert uns dabei aber nichts. Die Erde ist
umgeben von einer Art Schutzschicht, die man Erdatmosphäre nennt.
Auf dem Weg durch diese Erdatmosphäre verglüht der Komet. Das ist es, was
du in der Nacht sehen kannst - als Sternschnuppe.
Manche Kometen bestehen aber aus so riesigen Ansammlungen aus Fels, dass
sie in der Atmosphäre nicht verbrennen. Man nennt sie Meteoriten.
Immer wieder kommt es vor, dass solche Meteoriten auf die Erde prallen.
Sie hinterlassen dabei riesige Krater, wie du auf dem Bild sehen kannst.

Der wohl berühmteste Komet ist der Halleysche Komet. Alle 76 Jahre
fliegt er an der Erde vorbei und ist dabei sogar mit freiem Auge zu sehen.
1986 hat er der Erde zum letzten Mal einen Besuch abgestattet. Das nächste
Mal wird er 2062 zu sehen sein. Wenn du Glück hast, kannst du ihn dann
sehen - als alter Mann oder alte Frau.
2) Die Reise ins All
Immer schon hatte das Weltall für die Menschen eine magische
Anziehungskraft. Als das Teleskop erfunden wurde, konnte man plötzlich die
Sterne ganz nah zu sich heran holen. Doch die Menschen wollten mehr - sie
wollten selbst zu den Sternen fliegen!
Bevor man allerdings Menschen ins All geschickt hat, wurden zunächst
unbemannte Satelliten losgeschickt.
Der erste Weltraumsatellit wurde 1957 von den Russen ins All geschossen.
Sein Name war Sputnik.
Aber schon zwölf Jahre später, nämlich 1969, gelang den Amerikanern etwas
ganz Unglaubliches: eine Reise zum Mond. Die ersten Astronauten,
die den Mond betraten, waren Neil Armstrong und Edwin Aldrin.
Um das Raumfahrzeug verlassen zu können, müssen Astronauten natürlich
Spezialkleidung tragen. Sie könnten sonst im All nicht überleben.
Jeder Raumanzug wird in sorgfältiger Arbeit von Hand zusammen genäht. Er
besteht aus mehreren Schichten.
|
Die Außenhaut schützt vor Staubteilchen,
die ständig durchs All fliegen. Unten drunter tragen die Astronauten
sozusagen
"Weltraumwindeln" - eine Spezialunterwäsche, falls sie einmal auf die
Toilette müssen.
Die innerste Schicht des Anzugs ist voll mit Wasserschläuchen, die ihn bei
der Arbeit kühlen.
Auf dem Rücken nehmen die Astronauten ein tragbares Überlebenssystem mit.
Sogar die Handschuhe sind fest mit dem Anzug verschraubt, damit keine Luft
entweichen kann.
Der Helm am Kopf sorgt für Druckausgleich.
Heutzutage gibt es Raumstationen, in denen Menschen schon länger als ein
halbes Jahr gelebt haben. Diese Menschen nennt man Kosmonauten. Sie verbringen
ihre Zeit mit Forschung und dem Studium des Universums.
An dieses Leben muss man sich allerdings erst gewöhnen, denn im All gibt
es keine Erdan-ziehungskraft - alles schwebt. Man nennt das
Schwerelosigkeit.
Zu essen gibt's Astronauten-nahrung - getrocknete Lebens-mittel in Dosen und
Tuben. Lecker!
3) Die Erforschung neuer
Welten
Eine viel umstrittenes Thema bei den Spezialisten ist die Frage, ob es
auch auf anderen Planeten Leben gibt, oder ob die Erde der einzige
bewohnte Planet im Universum ist. Gibt es weitere Planeten, die überhaupt
bewohnbar wären? Oder ist die Erde die große Ausnahme - ein
Zufallsprodukt? Das muss natürlich erforscht werden!
Deshalb hat man unbemannte Raumsonden zu den beiden Planeten geschickt,
die der Erde am nächsten liegen: Mars und Venus.
Leben wurde keines entdeckt. Man stellte nur fest, dass der Mars kalt und
staubig ist, und die Venus heiß und gefährlich.

Ein Bild von der Venus
Im Moment sind außerdem vier unbemannte Raumsonden auf dem Weg aus unserem
Sonnensystem hinaus. Was wird sie dort erwarten?
4) Die Milchstraße
Unser Sonnensystem ist nur ein winziger Teil einer riesigen
Galaxie - der Milchstraße. Sie ist eine spiralförmige Ansammlung
von Sternen, Gas und Staub. Ihr Durchmesser beträgt hunderttausend
Lichtjahre. Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr
zurück legt.
Am Ende der Milchstraße ist das Universum aber noch lange nicht zu Ende.
Es gibt etwa eine Billion weitere Galaxien.
An manchen Stellen im All gibt es so genannte schwarze Löcher. Sie
sind etwas, das selbst die klügsten Forscher nicht ganz verstehen.
Man weiß aber, dass schwarze Löcher ehemalige Sterne sind. Wie du bereits
im letzten Monat erfahren hast, verglühen Sterne mit der Zeit. Wenn ein
Stern "stirbt", dann geschieht das mit einer gewaltigen Explosion, die man
Supernova nennt.

Schwarzes Loch mit Teil einer Supernova (rechts oben)
Man vermutet, dass manchmal aus einer solchen Supernova
ein schwarzes Loch entsteht. Es hat eine unglaublich starke
Anziehungskraft. Alles in seiner Umgebung wird aufgesaugt, sogar Licht!
|