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Weißt du noch, wie die Geschichte
begonnen hat? Wenn nicht, lies noch mal
hier nach!
Glücklich steckte Mirco den Taler ein. Er hatte es tatsächlich geschafft.
"Jetzt müssen wir uns aber beeilen", fiel ihm ein. "Es ist ja schon Mittag
vorbei." Schnell gingen sie weiter den Weg entlang. Sie liefen eine lange
Zeit, bis sie zu einem dichten Wald kamen.
"Hier ist es aber unheimlich", die Gans versuchte ganz nah an Mircos
Beinen zu bleiben. "Mir gefällt es hier nicht."
"Mir auch nicht", stimmte ihr Mirco zu. "Aber das ist der einzige Weg zur
Hexenstadt. Lass uns möglichst schnell gehen, damit wir wieder aus diesem
Wald heraus kommen."
Doch dafür war es schon zu spät. Auf
einmal
sprangen sechs wilde Räuber auf den Weg. Mirco bekam große Angst.
"Gib uns dein Geld", riefen sie. "Dann lassen wir dich weiter gehen."
"Ich kann euch meinen Taler nicht geben", erklärte Mirco. "Den brauche ich
selber." Die Räuber fingen an zu lachen.
"Wenn du den behalten willst, wirst du ihn schon wegzaubern müssen. Sonst
gehört er uns."
Die Gans stupste Mirco an.
"Los Zauberschüler, das schaffst du." Er überlegte.
"Gut", sagte er dann. "Ich will die Münze vor euren Augen verschwinden
lassen. Aber danach lasst ihr uns gehen." Die Räuber grölten begeistert
und riefen alle anderen aus der Räuberbande zusammen.
Für seinen Zaubertrick ließ sich Mirco ein Glas geben. Das Geldstück war
darin
deutlich zu erkennen.
"Der Taler wird gleich verschwunden sein", versprach er. Er füllte Wasser
ins Glas und legte seine Einladungskarte oben drauf. Dabei murmelte er: "Hick-heck-meck
- Die Münze, die ist weg!" Und wirklich - der Goldtaler war nicht mehr zu
sehen! Ungläubig verrenkten sich die Räuber die Hälse. Vergeblich, der
Taler war unsichtbar geworden.
Die Räuber waren wütend, dass Mirco den Taler weggezaubert hatte, doch sie
hielten ihr Wort und ließen den Zauberschüler und seine Gans weiter gehen.
Stolz steckte Mirco die Münze ein.
"Wie hast du das gemacht?", die Gans war schwer beeindruckt. Mirco beugte
sich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr.

Endlich, es dämmerte schon, kamen die beiden in
die Nähe der Hexenstadt. Doch ein tiefer Graben trennte sie davon, und es
war weit und breit keine Brücke zu sehen. Mirco war ganz traurig. So weit
war er gekommen, auch seinen Taler hatte er noch, und jetzt kam er nicht
über die Schlucht. |
"Sei
nicht traurig", tröstete ihn die Gans. "Vielleicht kann ich dir helfen."
Mirco blickte auf. Was meinte die Gans damit?
"Setz dich auf meinen Rücken und halt dich gut
fest", verlangte die Gans. "Wir fliegen zusammen rüber." Und schon gings
los, in Nullkommanichts war Mirco
in der Hexenstadt. Genau vor den Zauberinnen, die an einem Tisch saßen,
ließ ihn die Gans absteigen.
"Du bist spät", brummelte die Oberzauberin nachdem sie auf seine
Einladungskarte geschaut hatte. "Wir wollten gerade zum Abendessen gehen."
Mirco ließ den Kopf hängen.
"Wir mussten ein Abenteuer bestehen, um zu euch zu kommen", erklärte die
Gans. "Jetzt nehmt das Goldstück und lasst ihn seine Prüfung machen." Bei
dem Wort "Goldstück" leuchteten die Augen der Zauberin auf.
"Gut, gut", stimmte sie zu. "Dann werde ich meinen Hunger solange noch mit
diesen Früchten stillen.“
Mirco musste verschiedene Fragen beantworten. Das war nicht schwierig,
fand er. Dann bekam er seine Zauberaufgabe. Er sollte irgendeine Sache
schweben und dann wieder herunterlassen. Mirco überlegte. Dies mit einer
Zauberin zu tun, wagte er nicht. Und sonst war auf dem Platz nicht viel zu
sehen, was er schweben lassen könnte.
Doch halt! Da war die Schale mit Obst. Er nahm eine kleine Handvoll
Weintrauben
heraus. Und ein Wasserglas stand auf dem Tisch. Auch das nahm er sich,
nachdem er prüfend hinein geschaut hatte. Er ließ vorsichtig zwei Trauben
hineinplumpsen. Dann überlegte er. Wie war noch mal der Zauberspruch? Er
kam einfach nicht drauf!
Mirco bekam ganz feuchte Hände. Er überlegte und überlegte - und endlich
fiel es ihm wieder ein: "Ich wills erleben - Trauben schweben!" Ganz
langsam schwebte die Weintaube im Glas nach oben, obwohl sie vorher noch
fest auf dem Boden gelegen hatte. Und jetzt musste sie wieder runter.
Mirco konzentrierte sich: "Ich tus brauchen - Trauben tauchen!" Einen
Moment lang passierte nichts - Mirco schluckte aufgeregt. Dann sank die
Frucht im Glas wieder nach unten.
"Juhu, du hast es geschafft, du hast es wirklich geschafft", die Gans
geriet vor Freude ganz außer sich. Die Zauberinnen sahen zufrieden aus.
"Gut gemacht", lobten sie ihn. "Die
Prüfung ist bestanden. Jetzt bist du ein richtiger Zauberer." Als Zeichen
dafür schenkten sie ihm einen großen Zauberhut. Mirco war glücklich.
Welche Abenteuer er wohl als Zauberer erleben würde? |