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Weißt du noch, was Lucie im ersten Teil der
Geschichte erlebt hat? Wenn nicht, lies doch erst noch einmal nach!
Lucie
wartete am Eisstand, bis sie wieder an der Reihe war. Dann nahm sie ihren
ganzen Mut zusammen.
"Kann ich den Ball gegen ein Eis
tauschen?", fragte sie. Doch der Verkäufer schüttelte mit dem Kopf.
"Tut mir leid, Lucie", sagte er. "Aber ich habe keine Kinder und brauche
daher keinen Ball." Lucie seufzte. Das wäre ja auch zu schön gewesen.
Langsam ging sie in einen kleinen Park hinein. Dort bemerkte sie eine
Katze, die ganz still auf dem Rasen lag und nicht mal den Kopf bewegte.
"Auf wen wartet die Katze wohl?", fragte sich Lucie.
Eine kleine Maus kam aus einem Loch im Boden
heraus. Sie setzte sich gemütlich hin und begann ihre Schnauze zu putzen.
Von der Gefahr, in der sie sich befand, bemerkte sie nichts. Die Katze
zuckte sprungbereit mit den Pfoten. Gleich würde sie die Maus gefangen
haben.
"Weg da", rief Lucie da laut und warf mit dem Ball nach der Mausefängerin.
Ganz automatisch sprang diese dem Spielzeug nach, als es über die Wiese
rollte. Die Maus blickte ihr verdutzt nach.
"Ist
dir auch nichts passiert?", fragte Lucie besorgt. Das kleine Tier
schüttelte den Kopf.
"Mir geht es gut", erklärte es. "Ich habe die Katze erst gar nicht
gesehen. Du hast mir bestimmt das Leben gerettet." Suchend blickte sie
sich um, denn sie wollte sich bei Lucie mit einem Geschenk bedanken. Mit
ihren scharfen Zähnen biss sie etwas ab und reichte es ihr.
"Das ist aber eine schöne Blume", freute sich das Mädchen. "Vielleicht
kann ich sie gegen ein Eis tauschen." Dann verabschiedete sie sich von der
Maus, die frisch geputzt wieder ihren Geschäften nachging. Schnell hatte
Lucie den Eisstand erreicht.

"Tauschst du vielleicht jetzt mit mir?", wollte Lucie wissen und zeigte
ihm die Blüte. Der Eisverkäufer grinste.
"Na gut, aber lass mich vorher noch mal dran riechen", bat er. Lucie
reichte sie ihm. Ganz tief steckte der Verkäufer seine Nase hinein.
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"Hm,
die duftet vielleicht gut", stellte er fest. Dann zog er plötzlich die
Stirn in gewaltige Falten und seine Nasenspitze zuckte. Lucie beobachtete
fasziniert, wie er nun auch noch den Mund weit aufsperrte. "Ha, ha,
hatschi", machte er. Und gleich noch mal: "Ha, ha, hatschi". Und noch mal
und noch mal. Inzwischen war sein Gesicht schon ganz rot angelaufen.
"Tut mir Leid, Lucie", stöhnte er. "Ich scheine allergisch auf die Blume
zu sein. Nimm sie bitte wieder zurück." Dem Mädchen blieb nichts anderes
übrig. Mit der Blüte in der Hand und immer noch ohne Eis ging sie weiter.
"Zu dumm", ärgerte sie sich. "Fast hätte es geklappt."
"Du hast aber eine hübsche Blume", hörte sie plötzlich eine Stimme sagen.
Lucie blickte auf. Eine Marktfrau blickte von ihrem Stand zu ihr herüber
und lächelte. "Möchtest du sie vielleicht tauschen?", fragte die Frau.
Lucie überlegte kurz und sah sich an, was ihr die Verkäuferin dafür
anbot. Das sah ja lecker aus. Lucie nickte eifrig und das Tauschgeschäft
war perfekt. Hm, der Pfirsich duftete herrlich. Es war der letzte, den die
Obstverkäuferin an ihrem Stand gehabt hatte. Lucie lief das Wasser im Mund
zusammen. Gerade wollte sie hinein beißen, als sie den Eisverkäufer winken
sah.
"Stopp Lucie", rief er. Neugierig lief sie zu ihm. "Ich brauche dringend
den Pfirsich für einen Obstbecher, der gerade bestellt wurde. Ich habe
selber keinen mehr. Wenn du mit mir tauschst, gebe ich dir eine große
Kugel Eis dafür."
"Erdbeereis?", fragte Lucie. "Ja, klar", nickte er. "Was du willst." Lucie
dachte nach.
"In Ordnung, ich tausche mit dir." Lucie
strahlte, als sie das Eis in Empfang nahm.
Als
sie sich umdrehte, tauchte plötzlich wieder der kleine Hund neben ihr auf.
"Na also", bellte er zufrieden. "Jetzt hast du ja doch noch ein Eis
bekommen."
"Ja, hab ich", antwortete Lucie. "Aber leicht war die Tauscherei nicht.
Eis mit Geld zu kaufen geht wirklich viel schneller." Und genüsslich
leckte sie an ihrem Eis.
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